Die Ensembles entstanden, als die Dörfer von gutsherrschaftlich betriebener Landwirtschaft geprägt waren. Mit der Bodenreform nach 1945 verloren die Bauten ihren vornehmlichen Zweck, Sitz eines Großgrundbesitzers zu sein. Neue Nutzungen führten zu teilweise gravierendem Substanzverlust. Nach der politischen ‚Wende‘ setzte ein neuer Umgang mit diesem baulichen Erbe ein.
Die Autoren bieten einen Einblick in den reichen Bestand historischer Bauwerke der Region. Das Spektrum reicht vom mittelalterlichen Wohnturm über Reste von Befestigungsanlagen bis hin zur Ruine eines Residenzschlosses der Herzöge von Sachsen-Weißenfels. Daneben finden sich barocke Gutshäuser, der Landsitz der Familie von Arnim sowie Bauten aus der Gilly-Schule, ferner interessante Interpretationen der Formensprache des späten 19. Jahrhunderts, so das Schloss Genshagen, oder Neubauten aus dem frühen 20. Jahrhundert. Sogar Ergänzungen aus der Zeit nach 1989 wie der Anbau an das Schloss in Blankensee werden berücksichtigt.
Das Buch würdigt aber nicht allein die Leistungen der Architekten und Baumeister. Immerhin wirkte in dem behandelten Gebiet auch der Gartenkünstler Peter Josef Lenné. Mit seinen Parks in Blankensee und Baruth schuf er Gesamtkunstwerke, die weit über die Region hinausstrahlen.












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